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Im März 2007 hatte sich unsere regionale Verbandsgruppe in Brilon gegründet und ist seitdem aktiv in der Selbsthilfe. Ihre Arbeit wurde jetzt auch in der Presse
gewürdigt. Angelika Gauda, die die Gruppe leitet, schreibt uns:
"...anbei erhalten Sie einen Artikel, der diese Woche in der Westfalenpost Sauerland über unsere Selbsthilfegruppe veröffentlicht wurde.
Wir, die Mitglieder der Selbsthilfegruppe, treffen uns nicht nur alle 2 Monate, sondern auch mit unseren Angehörigen, wenn wir diese besuchen. Wir haben die Möglichkeit,
die Cafeteria und die schöne Terrasse der Einrichtung zu benutzen. Kaffee und Kuchen gibt es regelmäßig (gestiftet von mehreren Angehörigen). Mittlerweile
nehmen viele Angehörige an diesen zwanglosen Treffen teil.
Ich wurde von Frau Eigendorf - Redakteurin der Westfalenpost in Brilon - angesprochen. Sie wollte gerne über unsere Selbsthilfegruppe schreiben. Mir gefiel es, das Thema
Wachkoma mal wieder in die Öffentlichkeit zu bringen."
In der heutigen Zeit wird von Experten häufig diagnostiziert, das Engagement von Betroffenen in Selbsthilfegruppen sei rückläufig. Als Ursache wird angesehen,
dass über das Internet die Informationen, die früher in den Selbsthilfegruppen ausgetauscht wurden, jetzt bequem von zu Hause erreichbar sind - unsere Seiten hier sind
selbst ein Beispiel dafür. Weitere Ursache sei der "Zeitgeist", wonach ein Engagement in einer Gruppe und damit auch für andere aussterbe- Stichwort
"Ellenbogengesellschaft". "Solidarität" wird nicht mehr gelebt.
Die Argumente sind als allgemeine Diagnose vielleicht zutreffend. Aber auch unter diesen Rahmenbedingungen können Selbsthilfegruppen für jedes einzelne Mitglied und
damit für die Gruppe insgesamt attraktiv sein. Es kommt darauf an, wie man es gestaltet und wie sich eine Gruppe organisiert. Einfach so weiter machen wie vor 10 Jahren, das
funktioniert kaum. Aber das Internet ersetzt eben nicht den persönlichen Austausch!
Unsere Gruppe in Brilon ist ein Beispiel für lebendige Selbsthilfe - Selbsthilfe aktiv.
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