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Die Betreuung von Menschen mit Schluckstörungen stellt an das gesamte Umfeld besonders hohe Anforderungen. Sie sind auf Hilfestellungen und Unterstützung von Pflegepersonal,
Angehörigen, Therapeuten und Ärzten angewiesen. Die Tatsache, dass Menschen im Wachkoma über eine PEG-Sondenanlage versorgt werden, bedingt therapeutische Maßnahmen,
damit das Schlucken, zumindest in Teilen, wieder gelernt werden kann. Viele schluckgestörte Menschen verfügen über keinen oder nur stark eingeschränkten Schluckreflex.
Aus diesem Grund zielen therapeutische Maßnahmen darauf ab, diesen Schluckreflex und den Vorgang des Schluckens zu trainieren und zu verbessern. Hierfür wird die facio-orale
Muskulatur stimuliert, Bewegungen des Kehlkopfes initiiert, Lippenschlussübungen angebahnt, die Kieferregulation unterstützt etc. Angebote an den Mund (orale Angebote) durch
eine Zahnfleischstimulation mit Flüssigkeiten wie Kaffee, Saft, Tee usw. sorgen ebenso für Geschmacks- und Geruchserlebnisse wie der Einsatz von Kausäckchen, die z. B. mit
Obst, Salami, Schinken, Bonbons etc. gefüllt sind. Muskuläre und nervale Funktionen werden angeregt, ein Nahrungsersatz geschaffen und somit Lebensqualität erzielt.
Voraussetzung ist jedoch, dass orale Angebote regelmäßig in den Tagesablauf integriert werden und folglich der Mund eine hohe Intensität durch Stimulation erfährt.
Positive Entwicklungen sind bei den betroffenen Menschen sogar noch nach Jahren möglich. Konsequenz, Kontinuität und ein langer Atem in der Betreuung des facio-oralen-Traktes sind
notwendig, um oralen Angeboten den Stellenwert einzuräumen, der ihnen gebührt.
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