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Pflege von Menschen im Wachkoma und mit erworbenen schweren Hirnschädigungen

Es wird der gegenwärtige Stand der Diskussion zusammen­ge­fasst, um da­raus Schlußfolgerungen für die Gestaltung des pflegerischen Handelns zu ent­wickeln. Adres­saten sind sowohl Fachleute (Pflegekräfte, Leiter von Einrich­tun­gen) als auch in­teressierte Laien, insbesondere Angehörige, Politiker und Ent­scheidungsträger im Gesundheitswesen. Be­schrieben wird, wie Pflege und Betreuung nach dem ethischen Prinzip der Wahrung der Menschen­würde jedes Einzelnen und unter Einbezug der aktuellen wissenschaftlichen Er­kenntnisse gestaltet werden können.

 
 
Inhaltverzeichnis
Einleitung | Was heißt Langzeitversorung | Der "bewusstlose" Patient und die Auswirkungen auf die Pflege | Emotionale Belastung | Einbeziehung des sozialen Umfelds | Prophylaxen
 
 
 

Einleitung

 
 

Seit nahezu 30 Jahren wird über die Notwendigkeiten in der Pflege von Men­schen im Wachkoma und mit erworbenen schweren Hirnschädigun­gen diskutiert. Mitt­ler­weile hat sich in der Fachdiskussion eine weit­gehende Einigkeit der Fachleute (z.B. Zieger, Schönlein, Bienstein, u.a. ) heraus­ kri­sta­llisiert. Die zentralen Punkte sollen hier zusammengefasst werden.

Zunächst ist festzuhalten: „Die Pflege von Menschen im Wachkoma gibt es nicht. Zum einen ändert sich die Pflege mit dem Zu­stand des Menschen: In der Akutphase auf der Intensivstation sind andere Maß­nahmen erforderlich als in der anschließenden Rehabilitation, oder in der Langzeitversorgung, wobei Therapie und Pflege sich danach unter­scheiden, in welchem Umfang der Betroffene seine Selbstständigkeit zurückgewinnen konnte.

Wir legen im folgenden den Schwerpunkt auf die Langzeitversorgung, bei der der Betroffene sich noch weitgehend im „Wachkoma“ befindet, also hilflos und auf Unterstützung Dritter angewiesen ist. Die anderen Phasen der Akutversorgung und Rehabilitation werden soweit sinnvoll mit angesprochen.

Das Thema läßt sich wie folgt strukturieren:

  • Besonderheiten und Erschwernisse bei der Pflege von Menschen im Wachkoma und mit erworbenen schweren Hirnschädigungen
  • Bestimmung der Ziele einer „Langzeitversorgung“ und ihre Aus­wirkungen auf die Pflege
  • Emotionale Belastung und ihre Auswirkungen
  • Einbeziehung des sozialen Umfeldes, der Angehörigen und Freunde
  • Prophylaxen
  • Pflegerische Einzelmaßnahmen
     
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Siehe auch

  
  

Regine Straß
Regine Straß

Die Autorin Regine Straß war u.a. langjährig tätig als Stationsleitung der Intensivstation der neurochirur-gischen Universitätsklinik Erlangen

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung
in der Pflege, eine Initiative zur Entwicklung konkreter Standards für verschiedene Bereiche der Pflege

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe
widmet sich nicht nur der beruflichen Interessensvertretung, sondern setzt sich auch für die Schaffung der Voraussetzungen für eine menschliche und qualitativ gute Pflege ein.

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