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Das Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) informiert in einem Ratgeber über multiresistente Keime. Darin wird erklärt, was es bedeutet, Träger von multiresistenten Keimen zu sein und wie Angehörige von Betroffenen sich schützen können.
Der Ratgeber erklärt die Keime wissenschaftlich und gibt Tipps zum Umgang mit ihnen. Er beschreibt, was in den Lebensbereichen Haushalt, Körperpflege, Ausscheidungen, soziale Kontakt, Ernährung und Sexualität zu beachten ist. Der KDA-Ratgeber steht unter
http://www.kda.de/news-detail/items/umgang-mit-multiresistenten-keimen.html
als kostenloser Download zur Verfügung oder kann im Online-Shop unter www.kda.de bestellt werden. (Kosten 6 Euro)
Pflege von Menschen im Wachkoma und mit erworbenen schweren Hirnschädigungen
Es wird der gegenwärtige Stand der Diskussion zusammengefasst, um daraus Schlußfolgerungen für die Gestaltung des pflegerischen Handelns zu entwickeln. Adressaten sind sowohl
Fachleute (Pflegekräfte, Leiter von Einrichtungen) als auch interessierte Laien, insbesondere Angehörige, Politiker und Entscheidungsträger im Gesundheitswesen. Beschrieben wird, wie
Pflege und Betreuung nach dem ethischen Prinzip der Wahrung der Menschenwürde jedes Einzelnen und unter Einbezug der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse gestaltet werden können.
Initialberührung
Damit wird ein Begrüßungs- und Ankündigungsritual bezeichnet, mit dem jede Maßnahme, jede Handlung, eingeleitet wird, die an oder mit einem Menschen im Wachkoma durchgeführt wird - insbesondere
in der Pflege. Ein Mensch im Wachkoma ist sehr stark wahrnehmungsbeeinträchtigt. Er kann Situationen daher nicht einschätzen und gerät leicht in einen Dauerstress. Durch die Initialberührung soll
er lernen, dass Maßnahmen nur in diesem Zusammenhang stattfinden und er sich ansonsten entspannen kann.
Für die Initialberührung kommen Schulter, Arme oder Hände infrage. Sie soll mit festem, gleichmäßigem, auf keinen Fall nur flüchtigen Druck erfolgen und auch verbal unterstützt werden.
In Pflegeeinrichtungen, wo viele Menschen an der Versorung beteiligt sind, empfiehlt es sich, auf einem Blatt gut sichtbar die Stelle zu bezeichnen, die für die Initialberührung vereinbart ist.
Niemand kann aus seiner Haut –
manchmal sieht man einfach rot
Sie ist Schutzschild, Kommunikationsmittel und Sinnesorgan in einem – die menschliche Haut. Es ist daher wichtig, die Haut gut „unter die Lupe“ zu nehmen. Gerade Hautrötungen können eine deutliche Signalwirkung haben. Sie fordern uns auf, genau hinzuschauen und etwas zu tun.
Und wenn es Liebe wäre? - Missbrauch einer Wachkoma-Patientin
Eine Bewohnerin mit schwerer Hirnschädigung wurde in einer Caritas-Einrichtung in Rheinland-Pfalz vergewaltigt und in der Folge schwanger. Ein
Fall, der nicht nur die Pflegewelt erschütterte. Für die Wachkoma-Experten Marcello Ciarrettino, Prof. Dr. Andreas Fröhlich und Peter Nydahl war er
Anlass, einige Überlegungen zu den Themen Nähe, Sexualität und Missbrauch speziell bei Wachkoma-Patienten zu formulieren.
Angehörige in den Pflege- und Therapiealltag integrieren
Für Angehörige ist der Aufenthalt auf einer Intensivstation ebenso ein
Stressfaktor wie für die Patienten selbst. Dies gilt auch bei Verlegung in
die Frührehabilitation. Werden Angehörige jedoch von Anfang an in den
Gesamtprozess des Erkrankten integriert, führt dies bei allen Beteiligten zu
einer höheren Zufriedenheit. In der HELIOS Klinik Holthausen, Hattingen,
genießt die Angehörigenbetreuung deshalb hohe Priorität.
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