| Typische Behinderungen sind etwa extrem erhöhter Muskeltonus (Spastik), Schluckstörungen, fehlende oder eingeschränkte
Kontrolle über Blasen- und Darmausgang (Inkontinenz) u.ä. Zur Minderung der Auswirkungen oder zur Sicherung des Überlebens sind medizinische Interventionen erforderlich oder zumindest empfehlenswert.
Beispielsweise wird man bei Schluckstörungen die Anlage einer Trachealkanüle, d.h. Luftröhrenschnitt und Einsetzen eines Schlauches zur Sicherung der Atmung, empfehlen, um zu verhindern, dass Speichel
und Speisen in die Lunge gelangen. Damit verbunden ist dann meistens auch die Anlage einer PEG, d.h. eines Schlauches durch die Bauchdecke zur Ernährung.
Viele solcher medizinischen Maßnahmen haben neben den gewünschten positiven Wirkungen auch unerwünschte Nebenwirkungen oder verursachen langfristig unerwünschte Effekte. Zu manchen Maßnahmen gibt
es auch unterschiedliche Beurteilungen zu Notwendigkeit, Wirkung und Nebenwirkung. Manche medizinische Maßnahmen haben nur dann die gewünschte Wirkung, wenn andere, etwa Pflege oder Krankengymnastik,
ihrerseits den Eingriff mit bestimmten Maßnahmen unterstützen. Letztendlich muss der oder die Betroffene die Entscheidung fällen. Dazu werden hier grundlegende Informationen und weiterführende
Hinweise gegeben.
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