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Achillotenotomie
Durchtrennung und Verlängerung der Achillessehne.
Adversivanfall
Koordinierte Blickbewegung mit Kopf- und Körperwendung vom Herd des cerebralen Anfalls weggerichtet.
Affektivität
Bezeichnung für die Einheit des Gefühls- und Gemütslebens eines Menschen, geprägt durch Stimmungen, Emotionen sowie Trieben (auch sog. Gefühlsansprechbarkeit).
Ageusie
Medizinische Bezeichnung für den Ausfall/Verlust des Geschmackssinns.
Agnosie
Unter Agnosie versteht man die fehlende Eigenschaft bzw. Störung des Erkennens trotz intakter Funktion der Sinnesorgane, der Intelligenz und des Bewusstseins.
Zu unterscheiden sind die visuelle Agnosie (Synonym Objektagnosie , d.h. Seelenblindheit) und die auditive Agnosie (Seelentaubheit).
Agraphie
Beeinträchtigung oder vollständiger Verlust der Schreibfähigkeit.
Aktionsmyoklonus
Myoklonien sind rasche Muskelzuckungen, die häufig als Begleitsymptom bei einer Vielzahl von akuten und chronischen neurologischen Erkrankungen vorkommen.
Wenn die Myoklonien durch Willkürbewegung verstärkt oder aktiviert werden, spricht man von einem Aktionsmyoklonus. Häufig sind dabei die Extremitätenabschnitte betroffen, aber auch Mimik und Rumpfmuskulatur.
Aktivierende Pflege
Pflege, die die Selbständigkeit des Patienten fördert.
Alexie
Medizinischer Fachbegriff (Synonym Dyslexie), der Probleme mit dem Lesen und dem Verstehen von Wörtern oder Texten bei normalem Sehvermögen der betroffenen Person bezeichnet.
Diese anfängliche Beeinträchtigung der Fähigkeit zu lesen führt teilweise (über einen längeren Zeitraum) sogar zum Verlust der Lesefähigkeit.
Amnesie
Amnesie (griech. Mangel des Erinnerungsvermögens) bezeichnet eine Form der Gedächtnisstörung, für zeitliche und/oder inhaltliche Erinnerungen.
Verschiedene Ausformungen sind die retrograde (rückwirkende) Amnesie, bei dieser besteht ein Gedächtnisverlust für den Zeitraum vor Eintreten des schädigenden Ereignisses.
Demgegenüber stellt sich die anterograde (vorwärtswirkende) Amnesie als eine Gedächtnisstörung für eine bestimmte Zeit nach einem schädigenden Ereignis ein, so dass die Betroffenen
nach der eigentlichen Bewusstlosigkeit "normal" erscheinen, jedoch neue Ereignisse binnen weniger Minuten wieder vergessen.
Amnestische Aphasie
Wortfindungsstörung bei sonst flüssiger Sprache.
Amnestisches Syndrom
schwere Form der Merkfähigkeitsstörung.
Anamnese
(Griech. Erinnerung) Anamnese ist die Erhebung der medizinischen Vorgeschichte und der aktuellen Befindlichkeit eines Patienten.
Anarthrie
Medizinischer Fachbegriff für "Sprechunfähigkeit", welche auf einer schweren Form der zentralen Bewegungsstörung der Organe basiert, die das Bilden von Lauten ermöglichen.
Aneurysma
Das Aneurysma (griech.: die Ausweitung, Verbreiterung) ist eine spindel- oder sackförmige, lokalisierte, permanente Erweiterung des Querschnitts von arteriellen Blutgefäßen in
Folge angeborener oder erworbener Wandveränderungen. Diese Ausformung der Gefäßerweiterung ist häufig sehr dünnwandig, so dass wegen des Risikos des Platzens dieser Gefäße
auch stets die Gefahr einer Hirnblutung besteht.
Angiogramm
Röntgenbild von Blutgefäßen mit Hilfe von Kontrastmitteln.
Angiom
Angiom (= Arterio-Venöse Malformation, Abk. AVM), auch Blutschwamm genannt. Hirn-Angiome sind Gefäßmissbildungen aus unnormal weiten Gefäßen, in denen viele feine Arterien und Venen knäuelartig ein Netz bilden.
Anosmie
Medizinische Bezeichnung für den Verlust des Geruchssinns. Als mögliche Therapieform gilt insbesondere eine Aromatherapie, bei welcher vor allem Kamille und Rosmarinöl zur Anwendung kommen.
Anosognosie
(Griech. an: nicht, nosos: Krankheit, gnosis: Erkenntnis) krankhaftes Nichterkennen bzw. Leugnen von Krankheitssymptomen.
Antiepileptika
Medikamente gegen epileptische Anfälle.
Antikonvulsiva
Siehe Antiepileptika.
Apallisches Syndrom
Das apallische Syndrom ist der in der deutschen Diskussion verwendete Begriff für das "Wachkoma" (coma vigile). Betroffene Patienten befinden sich in einem Zustand zwischen tiefer Bewusstlosigkeit (Koma)
und dem bewussten Wachsein. Apallisch (lat.) heißt dabei wörtlich übersetzt "ohne Mantel" bzw. "ohne Rinde". Man nimmt in der Medizin an, dass es bei den Patienten zu einer weitgehenden Entkopplung der
Großhirnrinde (Pallium) vom restlichen Gehirn, insbesondere vom Hirnstamm, kommt. Manchmal werden Betroffene auch als "Apalliker" bezeichnet. Diese Bezeichnung ist insofern irreführend, als sie einen
statischen Zustand suggeriert. Tatsächlich ist Wachkoma, ist das apallische Syndrom, ein dynamischer Prozess, wenn auch oftmals Änderungen sehr langsam erfolgen. Daher wird auch oftmals vom apallischen
Durchgangssyndrom gesprochen. In der internationalen Diskussion wird das Syndrom als "persistent vegetative state" , d.h. beharrlicher/anhaltender vegetativer Zustand (PVS) beschrieben, wobei auch dieser
Begriff den dynamischen Aspekt nicht erfaßt.
Aphasie
Sprachstörung; alle Formen von Schwierigkeiten, Sprache zu bilden oder zu verstehen, obwohl Ohren, Zunge oder Mund, d. h. alle "Sprechwerkzeuge" dazu in der Lage wären (im Unterschied zur Dysarthrie, s. dort).
Zu den verschiedenen Formen der Aphasie s. auch unter globale, motorische, sensorische und amnestische Aphasie.
Apraxie
Unfähigkeit, bestimmte Bewegungsabläufe auszuführen bzw. eine Handlungskette richtig aufzubauen, obwohl keine Lähmungen oder andere Störungen der Motorik vorliegen. Zu den verschiedenen
Formen der Apraxie s. u. ideomotorische, ideatorische und konstruktive Apraxie.
Arachnoidea
Spinngewebehaut, die sich über die Furchen und Windungen des Gehirns und Rückenmarks hinwegzieht.
Arbeitsspeicher
Siehe Kurzzeitspeicher.
Aspiration
Einatmen oder Einsaugen flüssiger oder fester Stoffe, meist Nahrung, in die Luftwege.
Assoziationsbahnen
Verbindungsleitungen zwischen einzelnen Hirnregionen, mit Hilfe derer u. a. Vorstellungen ausgelöst werden.
Ataktischer Gang
Unsicherer, eckiger, schwankender Gang.
Ataxie
Verwackelte oder verzitterte Bewegungsabläufe. Das Zittern und die Ungerichtetheit der Bewegung wird meistens durch eine Schädigung des Kleinhirns verursacht, das für die Feinabstimmung der Bewegung zuständig ist.
Auditiv
(Lateinisch) das Hören betreffend.
Aufmerksamkeit
Fähigkeit, seine Sinne auf eine Tätigkeit zu richten und sich gegen störende Reize abzuschirmen. S.a. unter selektive, geteilte und Daueraufmerksamkeit.
Aura
Von einer Aura (griech. Windhauch, Lüftchen), einem "Vorgefühl" spricht man, wenn ein selbsterlebter Vorläufer in Form eines einfachen lokalen Anfall dem eigentlichen epileptischen Anfall mit Bewusstseinsverlust vorausgeht.
Dies erlaubt es den Betroffenen, sich auf einen nahenden Anfall einzustellen und schützende Maßnahmen zu ergreifen.
Autotopagnosie
(Griech.) Schwierigkeit, bestimmte Körperteile auf Auforderung hin zu zeigen, da die Fähigkeit, die einzelnen Körperteile benennen zu können, stark eingeschränkt ist.
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